Projektbeschreibung

Das zentrale Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die ganzheitliche, vollständig digitale Abbildung und maschinelle Ausführbarkeit des gesamten Lebenszyklus eines Produkts – das heißt alle relevanten Informationen von Anforderungen bis zu Fabrikstrukturen werden konsistent abgebildet und erlauben die vollautomatische Erstellung und Simulation von vielfältigen Produkt- und Prozessvarianten.

In der Industrie kommt heute eine Vielzahl von Rechnerwerkzeugen für Modellierung und Simulation (CAD; CFD; MKS; FEM; …) zum Einsatz, die eigene, generische Datenformate einsetzen. Der Aufwand für Modellierung und Konvertierung ist noch immer enorm und viele Untersuchungen von möglichen Produkt- und Prozessvarianten können aus Kostengründen nicht durchgeführt werden.

Daher ergibt sich als Forschungsaufgabe die konsistente Integration der verschiedenen Domänen (Anforderungen, Entwurf, Produktarchitektur und Geometrie, virtueller Test, digitale Fabrik, ganzheitliche Kosten- und Energiebilanzierung) in ein Gesamtmodell.

Die zentrale Innovation im Projekt ist, dass zur Lösung dieser Aufgabe ein Engineering-Framework aus graphen-basierten Entwurfssprachen zum Einsatz kommt. Dieses Framework basiert auf den enorm leistungsfähigen Ansätzen der Hard- und Softwareentwicklung und erlaubt die Wiederverwendung von vorhandenen Engineering-Modellen und -Know-How.

Die industrielle Umsetzung und Einsatzfähigkeit wird anhand dreier Anwendungsfälle (PKW-Frontklappe, Quadrocopter und Segway) demonstriert und durch den begleitenden Industriekreis unterstützt und validiert.
Die entstehenden Prozesse, Methoden, Werkzeuge und Bibliotheken werden anhand der drei industriellen Anwendungsfälle an den Hochschulen über gemeinsame Lehr- und Weiterbildungsangebote vermittelt und dienen zum gezielten Wissenstransfer in die industrielle Praxis.

Projektstruktur

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